Der Schornstein in der Cloud

Inspektionsprozesse mit Schouw m.app automatisieren

Remote Sensing
Lösung
Remote Sensing
Lesezeit
2 Minuten

Behörden sind auf Prozesse und Eingabedaten angewiesen, um zuverlässig und präzise arbeiten zu können. Die meisten Prozesse werden kontinuierlich optimiert, um relevant zu bleiben, sind jedoch oft nach wie vor arbeitsintensiv – was Zeit, Ressourcen und Geld kostet. Mit Schouw M.App lassen sich viele dieser Prozesse bei Wasserverbänden automatisieren.

Die Niederlande verfügen über 343.350 Kilometer Wasserstraßen, die regelmäßig inspiziert werden müssen. Quelle: CLO

Kamininspektion

Ein Beispiel hierfür ist die Arbeit der Wasserverbände. Ein Standardverfahren für sie ist die Reinigung der Wasserläufe. Zu verschiedenen Zeitpunkten im Jahr finden daher umfangreiche groß angelegte Maßnahmen statt, die sogenannte „Schouw“. Feldinspektoren besuchen tagelang jeden Wasserlauf, um manuell nach Hindernissen – Vegetation oder anderen Verschmutzungen – zu suchen, die den Durchfluss behindern oder verringern. Das ist eine große Aufgabe, denn die Niederlande verfügen über 343.350Kilometer1 an Wasserwegen, von denen viele inspiziert werden müssen, ebenso wie ein großer Teil der Hochwasserschutzanlagen.

Maschinelles Lernen im Bereich der Wasserstraßen

Wir arbeiten bereits seit Jahren mit dem Wasserverband Drents Overijsselse Delta zusammen. Im Herbst 2018 wurde ein Living Lab ins Leben gerufen, um mithilfe künstlicher Intelligenz den Prozess der Fernerkennung verschmutzter Wasserläufe zu automatisieren. Gemeinsam haben wir ein auf maschinellem Lernen basierendes Inspektionsmodell namens „Schouw M.App“ entwickelt, das auf Satellitenbilder angewendet werden kann. In der Testumgebung wurde eine Erkennungsrate von 98 % erreicht, bei der Einführung lag sie bei 90 %.

WDO Delta hat damit einen Durchbruch bei der Regulierung seiner Wassersysteme erzielt, indem es die Notwendigkeit ständiger Vor-Ort-Besuche einfach beseitigt hat. Die Mitarbeiter müssen nicht mehr jeden Wasserlauf physisch auf Vegetation oder Verschmutzung überprüfen. Diese „intelligente“ Lösung identifiziert Bereiche, die physisch kontrolliert werden müssen und „menschliche Intelligenz“ erfordern. In einer kontrollierten Testumgebung hat die Wasserbehörde ein selbstregulierendes Wassersystem entwickelt – das erste seiner Art in den Niederlanden.

Die Lösung ermöglicht die Automatisierung zahlreicher Prozesse innerhalb der Wasserverbände. Dies kann dabei helfen, den Fokus auf wichtige Aufgaben zu richten und diese zu priorisieren. Dadurch werden Personal und Ressourcen wesentlich effektiver eingesetzt.

Weitere Informationen

Tjip ist Unternehmensberater bei IMAGEM. Als Berater unterstützt er Organisationen wie Wasserverbände dabei, Antworten und Lösungen für räumliche Fragestellungen zu finden, bei denen es letztlich auf den intelligenten Einsatz von Standortdaten ankommt. Möchtest du mehr erfahren? Schick Tjip eine E-Mail oder hinterlasse eine Nachricht über unser Kontaktformular.

Tjip van Dale, Unternehmensberater bei IMAGEM