Harald Gortz: Seit 5 Jahren Unternehmensberater bei IMAGEM

Ein Arbeitsnarr mit einer Mission!

IMAGEM Gortz Unternehmensberater
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Harald Gortz mag das selbst vielleicht nicht als etwas Besonderes ansehen, aber seine Arbeit spricht für sich. Seit fünf Jahren arbeitet er bei IMAGEM, wo seine Faszination für remote sensing, Karten und nachhaltige Lösungen zusammenkommt. Als Unternehmensberater versteht er es, Technik und Praxis miteinander zu verbinden, während seine Hobbys – Fotografie und Drohnen – mühelos mit seiner Arbeit verschmelzen. „Wenn ich über ein Gründach blogge, dann baue ich mir auch selbst eines“, sagt Harald nüchtern. Während unseres Interviews nimmt er uns mit in seine Welt voller Innovation, Zusammenarbeit und Kreativität. Doch als echter Geschichtenerzähler macht Harald unterwegs regelmäßig Abstecher zu anderen Themen. Das Ergebnis eines begeisterten Fachidioten, der sein Wissen gerne teilt.

„Mit Geoinformationen und remote sensing man über die Oberfläche hinausblicken. Das liefert Erkenntnisse, mit denen man wirklich etwas bewirken kann, zum Beispiel im Bereich der Nachhaltigkeit.“ Harald Gortz, Unternehmensberater

Beschreibe doch mal deine Tätigkeit.

Ich bin Unternehmensberater für den Bereich öffentliche Ordnung und Sicherheit. In meiner Funktion bin ich das Bindeglied zwischen Technik und Geschäftswelt. Ich helfe Kunden dabei, erfolgreich mit unserer Software zu arbeiten. Manchmal bedeutet das, mich mit der Technikabteilung abzustimmen, um eine Funktion entwickeln zu lassen, oder den Support einzuschalten, um ein Problem zu lösen. Und manchmal erarbeiten wir gemeinsam mit dem Kunden einen Plan. Dabei kommen alle Aspekte zum Tragen: von der Theorie bis hin zur praktischen Anwendung.

Auf welche Leistungen bist du besonders stolz?

Ich habe viele tolle Dinge gemacht, und das Schöne daran ist, dass wir das alles gemeinsam tun. Am stolzesten bin ich jedoch auf meinen Beitrag zur NOS-Dokumentation „Der Krieg, der niemals endet“. Es beginnt immer mit einer Geschichte, aber durch die Verwendung remote sensing kann man diese Geschichte mit Fakten untermauern. So haben wir Daten von vor 80 Jahren mit modernen Bildern kombiniert, um aus einer historischen Volkserzählung etwas Greifbares zu machen. Es ist großartig zu sehen, wie Daten, Teamarbeit und Forschung zusammenkommen und man nachweisen kann, dass tatsächlich etwas passiert ist.

Was ist dein Hintergrund?

Ich habe ursprünglich Umweltwissenschaften studiert, mit dem Schwerpunkt Naturschutz. In diesem Studium kamen alle Fächer zusammen, die mir Spaß machten: von Raumordnung und Stadtplanung bis hin zur Geoinformation, die damals noch ein Teilfach war. Ich fand es so interessant, dass ich mich weiter auf Geowissenschaften spezialisiert habe und schließlich in diesem Bereich zu arbeiten begann.

Mit Geoinformationen und remote sensing du über die Oberfläche hinausblicken. Sie bieten Erkenntnisse, mit denen du wirklich etwas bewirken kannst, zum Beispiel im Bereich der Nachhaltigkeit. So kannst du mit remote sensing nur erkennen, welches Dach für Solarenergie geeignet ist, sondern auch den Ertrag berechnen oder zu alternativen Lösungen wie Solarboilern oder Nachheizpaneelen beraten. Anhand von Daten lässt sich sogar ermitteln, wo es in der Stadt im Sommer und Winter am heißesten ist, sodass man gezielt Gründächer anlegen oder nachhaltige Energielösungen einsetzen kann.

Geodatenanalyst und Unternehmensberater Harald Gortz, seit fünf Jahren bei IMAGEM tätig

Was gefällt dir an der Arbeit bei IMAGEM?

Der Teamgeist. IMAGEM ein kleines Unternehmen; wir kennen uns, suchen den Kontakt zueinander und inspirieren uns gegenseitig. Beim Mittagessen, bei einem Umtrunk oder einer Partie Billard kommen die unterschiedlichsten Themen zur Sprache. Das Wissensniveau in unserem Team ist wirklich hoch. Jeder, von den Entwicklern bis hin zu den Prozessfachleuten, bringt einzigartige Erkenntnisse mit. Außerdem können wir dieses Wissen gut an andere weitergeben, zum Beispiel bei Wissensveranstaltungen. Und alles drum herum ist immer gut organisiert, von inspirierenden Tagen bis hin zur praktischen Organisation.

Ich halte zum Beispiel im Auftrag von IMAGEM Informationsveranstaltungen an der HAS Green Academy ab. Dort spreche ich Themen wie Punktwolkenan – wassie sind und wie man sie einsetzen kann – sowie Geoinformationen. Wusstest du, dass Geoinformationen an überraschend vielen Orten genutzt werden? Denk zum Beispiel an die UPS-Lieferwagen. Sie haben ein eigenes Navigationssystem entwickelt, bei dem die Routen so weit wie möglich nur Rechtskurven enthalten. Warum? Eine Rechtskurve sorgt für einen besseren Verkehrsfluss und weniger gefährliche Vorfahrtsituationen. Außerdem ist es sicherer für Fahrer, die keine Tür haben.

Was ist derzeit dein Lieblingsprojekt?

Verteidigung. Es ist schön, gemeinsam an Projekten zu arbeiten, die wirklich von Bedeutung sind.

Haralds Lieblingskarte.

Karten sind wunderschön, egal ob sie aus der Antike stammen oder von deinem Urlaub. Meine Favoriten sind die Karten der Kartographen aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Sie sind grafisch beeindruckend und angesichts der damaligen Techniken äußerst präzise.

Jede Karte ist übrigens ein bisschen eine Lüge. Die Maßstäbe stimmen nicht immer, und es gibt künstlerische Freiheit, bestimmte Dinge hervorzuheben. Früher warnten sie zum Beispiel vor Monstern auf der Karte. Und auf Höhenkarten werden beispielsweise Grün- und Blautöne verwendet. Aber in einer Wüste sind diese Farben nicht sinnvoll, weil Menschen Blau und Grün mit Natur und Wasser assoziieren, und das gibt es in der Wüste nicht. Das macht Karten so besonders: Sie haben einen Zweck und erzählen eine Geschichte.

Harald Gortz’ Ortelius-Karte von 1605 der nördlichen Niederlande

Was sind deine schönsten Erinnerungen mit der Mannschaft?

Bei einem Teamausflug spielten wir „Hunted“. Während wir gejagt wurden, kamen wir an einer hübschen Terrasse vorbei. Wir beschlossen, dort zu bleiben, machten ein schönes Foto und tranken in aller Ruhe ein Bier. Als andere Teams uns fragten, wo wir blieben, sagten wir: „Wir verraten unseren Standort nicht.“ Das ist für mich wirklich eine schöne Erinnerung.

Betriebsausflug mit einer Gruppe von IMAGEM.

Was hat dich an diesem Job gereizt?

Eigentlich wirklich sehr schön. Ich habe einst mit Vektor-GIS angefangen und später mit Open-Source-Geokomponenten gearbeitet. Remote sensing war neu für mich, aber IMAGEM Hexagon viel Fachwissen auf diesem Gebiet. Die Arbeit mit Rasterbildern und Punktwolken war ein logischer nächster Schritt. Was ich schätze, ist die Ausgewogenheit: herausfordernde Projekte, nette Kollegen und genügend Freiraum für mein Privatleben. In meinem vorherigen Job fühlte ich mich den Unternehmen, zu denen ich entsandt wurde, stärker verbunden als meinem eigenen Arbeitgeber. IMAGEM genau die Überschaubarkeit und Zusammenarbeit, die ich gesucht habe.

Mit wem aus dem Team würdest du gerne einmal die Stellen tauschen?

Mit Peter. Er ist der Dreh- und Angelpunkt und verbindet die harte Finanzwelt mit den weichen Seiten des Unternehmens. Von der Sorge, dass es zum Mittagessen genug Brot gibt, bis hin zu komplexen strategischen Entscheidungen – er kümmert sich um alles. Ich bewundere sein Engagement und seine Ausgewogenheit sehr.

Was war das Erste, was du in der Firma gelernt hast?

Arbeiten mit der Software Erdas und Bloggen. Mein erster Blogbeitrag handelte von Beirut und den Bildern nach der Explosion sowie davon, wie man mit remote sensing Erdas das Unsichtbare sichtbar machen kann.

Mit welchen drei Worten würdest du deinen Job beschreiben?

Anspruchsvoll. Innovativ. Unterhaltsam.

Wer war dein erster Schreibtischnachbar? Und wer ist es heute?

Ich kam direkt ins Vertriebsteam, wo ich mit Robbert, Niels und Tjip zusammenarbeitete. Später stieß auch Stefan zu uns. Von Anfang an fühlte es sich wie eine eingeschworene Gruppe von Kollegen an.

Wenn du eine Sache an der Firma ändern könntest, was würdest du ändern?

Gar nichts. So ist es gut.

Erzähl etwas über dich, das nicht viele Leute über dich wissen.

Neben meiner Leidenschaft für Drohnen und Fotografie ziehe ich es vor, mit einem Rucksack voller Essen und Getränke sowie einem Zelt für ein paar Nächte in die Natur zu gehen. Kamera und Drohne dabei, und einfach losziehen. Ich genieße die Vielfalt der Landschaften, zum Beispiel geologische Formationen oder den Übergang von der Küste zu den Wäldern, oder wenn man auf einen Wasserfall stößt, suche ich Orientierungspunkte auf Karten – überall gibt es in der Landschaft etwas zu sehen. Ich mache meine eigenen Luftaufnahmen mit meiner Drohne. Neue Orte entdecken. Zu Fuß oder mit dem Auto. Das liebe ich.

Möchtest du noch etwas sagen?

IMAGEM einfach ein tolles Unternehmen, für das man gerne arbeitet. Die Anwendungen sind interessant, die Kollegen sind super, und die Zeit vergeht wie im Flug. Schon fünf Jahre, puh. In der Technik auf dem Laufenden zu bleiben, ist das Schönste, was es gibt. Es geht rasend schnell voran und es ist immer mehr möglich. Das macht es so herausfordernd und spannend.

IMAGEM Gortz Unternehmensberater
Harald Gortz, Drohnenfan