4. Juni 2021 – Der Klimawandel ist seit Jahren ein wichtiges und immer wiederkehrendes Thema, sowohl in den Nachrichten als auch in der Politik und der Wirtschaft. Auf (inter)nationaler Ebene wird oft über die Kosten, Ursachen und Folgen gesprochen. Man denke dabei an Offshore-Windparks, Stickstoffmaßnahmen im Verkehr, im Wohnungsbau und in der Landwirtschaft oder an das jüngste Gerichtsurteil gegen Shell. Aber wie sieht es auf lokaler Ebene aus? Wie kann beispielsweise eine Gemeinde wissen, welchen Einfluss der Klimawandel und Anpassungsmaßnahmen auf ihr Gebiet haben?
Probleme und Folgen
Der Klimawandel hat Auswirkungen auf verschiedene Bereiche, darunter auch auf kleinere Verwaltungseinheiten wie Gemeinden. Wir haben bereits über die Folgen von Starkniederschlägen berichtet, nämlich dass das Wasser in stark versiegelten Gebieten stehen bleibt, was zu Wasserüberlastungen und Überschwemmungen führt. Der Druck auf Gemeinden und andere Behörden, zusätzliche Maßnahmen für eine gute Ableitung von (Regen-)Wasser zu ergreifen, nimmt zu.
Dem steht die Trockenheit gegenüber. In den vergangenen Sommern hatten wir hohe Temperaturen, aber wenig Niederschlag, was dazu führt, dass der Boden extrem trocken wird. Die Niederschlagsperioden werden in den Niederlanden immer kürzer, wie alle Daten des KNMI zeigen. Und wenn es regnet, trocknet der Regen schneller aus. Bäume und Pflanzen erhalten weniger Wasser, Parzellen trocknen aus, was zu Schäden an den Kulturen oder zu einer Verringerung des Wasserverbrauchs führen kann. Moordämme können austrocknen, was das Risiko eines Deichbruchs erhöht.
Auch Hitzestress ist ein zunehmendes Problem. In immer mehr städtischen Gebieten hält sich die Hitze lange. Dies kann vor allem für ältere Menschen und andere gefährdete Gruppen ein Gesundheitsrisiko darstellen. Außerdem hält beispielsweise der Asphalt an Orten, an denen sich eine Wärmeinsel befindet, weniger lange und muss häufiger instand gesetzt werden.
Informieren und vorausschauend handeln
Den Klimawandel umzukehren, ist eine schwierige Aufgabe. Zu wissen, wo der Klimawandel schwerwiegende Folgen haben kann, und darauf zu reagieren, ist glücklicherweise wesentlich einfacher. Es wird immer verlockender, diese Themen mithilfe digitaler Technologien im Auge zu behalten. Satellitenbilder eignen sich hierfür hervorragend, da man auf einen Blick einen Überblick über das eigene Gebiet erhält. Außerdem sind solche Bilder als offene Daten frei verfügbar.
Wenn man im Voraus weiß, wo es viele befestigte Flächen gibt, kann man dafür sorgen, dass der Wasserabfluss dort verbessert wird, damit das Wasser nicht stehen bleibt oder in tiefer gelegene Gebiete fließt und dort zu Überschwemmungen führt. Oder man verschafft sich einen Überblick über den Grad der Trockenheit auf verschiedenen Parzellen, um so zu erkennen, welche Parzellen mehr Aufmerksamkeit benötigen oder wo die Vegetation zu verkümmern droht. Dasselbe gilt für Wärmeinseln. Durch die rechtzeitige Identifizierung der Stellen können Maßnahmen ergriffen werden, wie beispielsweise die Einführung zusätzlicher Grünflächen oder die Anlage von Windkorridoren.
Sie können also aus der Ferne überwachen und messen, welche Auswirkungen der Klimawandel in Ihrem Gebiet hat. Wenn Sie die offenen Daten und Satellitenbilder in die remote sensing DELTA laden, wissen Sie mit wenigen Klicks, welche Gebiete anfällig für die Folgen des Klimawandels sind oder bereits davon betroffen sind. Die Ergebnisse werden sofort angezeigt, sodass Sie diese einfach bewerten können, um die Auswirkungen der Politik auf die Klimaanpassung zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen.
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Tjip ist Unternehmensberater bei IMAGEM. Als Berater unterstützt er Organisationen wie Wasserverbände dabei, Antworten und Lösungen für räumliche Fragestellungen zu finden, bei denen es letztlich auf den intelligenten Einsatz von Standortdaten ankommt. Möchtest du mehr erfahren? Schick Tjip eine E-Mail oder hinterlasse eine Nachricht über unser Kontaktformular.
Tjip van Dale
Unternehmensberater