Risikoorientierte Inspektion

Remote Sensing
Lösung
Remote Sensing
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Fährst du manchmal mit dem Fahrrad, gehst du spazieren oder joggst du durch das Krimpenerwaard? Dann weißt du, wie feucht diese Gegend ist. Grabenketten und Wasserläufe durchziehen die Landschaft, und in der Vegetationsperiode blühen Schilfgürtel und Wasserpflanzen in voller Pracht. Ein wunderschöner Anblick, doch diese Vegetation kann im Winter Probleme bereiten. Wasserläufe spielen eine entscheidende Rolle in unserem Wasserhaushalt.

Niederschläge müssen letztendlich über Kanäle und Flüsse ins Meer abgeleitet werden. Wenn Gräben zu stark zugewachsen sind, wird dieser Abfluss behindert und es entsteht die Gefahr von Überschwemmungen. Die Wasserverbände haben daher die Aufgabe, zu überprüfen, ob diese Wasserläufe von den Grundstückseigentümern ausreichend sauber gehalten werden.

Eine gewaltige Aufgabe für die Wasserverbände

Der Umfang dieser Aufgabe ist gigantisch. Ein Wasserverband verwaltet schnell Tausende von Kilometern an Wasserwegen, die alle regelmäßig kontrolliert und instand gehalten werden müssen. Hunderte von Aufsehern, sogenannte Schouwmeesters, begeben sich jedes Jahr ins Gelände, um diese Wasserläufe zu inspizieren. Doch hier liegt eine Ineffizienz: Viele Gräben erweisen sich bei der Kontrolle als völlig in Ordnung. Wie können sich die Schouwmeesters besser auf die Problemfälle konzentrieren?

Die Erfahrung zeigt, dass in offenen Gebieten bis zu 80 Prozent der Wasserläufe nicht mehr physisch kontrolliert werden müssen.

Intelligente Schornsteininspektion mit Satellitenbildern und KI

Hier kommt die Technologie ins Spiel. Anstatt alle Wasserläufe physisch zu kontrollieren, können wir auf Satellitenbilder und künstliche Intelligenz (KI) zurückgreifen. Alle paar Tage macht ein Satellit ein detailliertes Foto der Niederlande. Diese Bilder können dank intelligenter Algorithmen analysiert werden, um das Zuwachsen von Wasserläufen zu erkennen. Ein KI-Modell wird darauf trainiert, zwischen sauberen und zugewachsenen Gewässern zu unterscheiden. Dies geschieht, indem dem Computer Beispiele für beide Situationen vorgelegt werden. Sobald das Modell ausreichend gelernt hat, kann es blitzschnell und mit konstanter Genauigkeit durch Tausende von Kilometern Wasserwege „scrollen“ und vorhersagen, wo es zu Verwucherungen kommt.

Risikogesteuerte Schornsteininspektionen mit Schouw M.App. Sparen Zeit und Kosten.

Von Daten zu Maßnahmen

Die Ergebnisse dieser Analyse werden anschließend auf einer Karte visualisiert, die die Inspektoren ganz einfach über ihr Mobiltelefon abrufen können. Anstatt wahllos ins Gelände zu gehen, können sie sich direkt auf die Stellen konzentrieren, an denen die Wahrscheinlichkeit einer Verschmutzung am größten ist. Diesen Prozess bezeichnen wir als risikogesteuerte Inspektion.

Die Vorteile der risikogesteuerten Schornsteininspektion

  • Wasserverbände sparen Zeit und Ressourcen, da sie effizienter arbeiten und nur dort Kontrollen durchführen, wo es notwendig ist; dies kann in offenen Gebieten bereits zu Einsparungen von bis zu 80 % führen.
  • Schouwmeesters arbeiten intelligenter, da sie gezielt vorgehen und ihr Fachwissen dort einsetzen können, wo es wirklich zählt.
  • Ein nachhaltigerer Prozess, da weniger unnötige Kontrollen durchgeführt werden und Ressourcen effizienter eingesetzt werden.

Schouw M.app: Digitale Überwachung für Wasserverbände

Mit der von IMAGEM entwickelten Schouw M.App gestalten wir den Inspektionsprozess effizienter und effektiver. Durch die Kombination von KI und Satellitenbildern können Wasserverbände einfach und präzise feststellen, welche Wasserläufe einer Überprüfung bedürfen. Die Erfahrung zeigt, dass in offenen Gebieten bis zu 80 Prozent der Wasserläufe nicht mehr physisch kontrolliert werden müssen. Dies spart Zeit und Kosten und sorgt dafür, dass sich die Kontrollbeamten auf die Stellen konzentrieren können, an denen ihr Einsatz am dringendsten benötigt wird.

Weitere Informationen

Tjip ist Unternehmensberater bei IMAGEM. Als Berater unterstützt er Organisationen wie Wasserverbände dabei, Antworten und Lösungen für räumliche Fragestellungen zu finden, bei denen es letztlich auf den intelligenten Einsatz von Standortdaten ankommt. Möchtest du mehr erfahren? Schick Tjip eine E-Mail oder hinterlasse eine Nachricht über unser Kontaktformular.

Tjip van Dale, Unternehmensberater bei IMAGEM