Die jährliche Begehung ist ein wesentliches Instrument im Rahmen der Aufsichtstätigkeit eines Wasserverbands. Gut gepflegte Wasserläufe sind entscheidend für einen zuverlässigen Wasserabfluss und die Eindämmung von Überschwemmungen. Der Wasserverband ist für die Einhaltung der Pflegepflicht verantwortlich; die Pflege selbst obliegt den Grundstückseigentümern und Pächtern.
Die herkömmliche Vorgehensweise basiert größtenteils auf physischen Kontrollen vor Ort. Wasserläufe werden systematisch inspiziert, ohne dass man im Voraus weiß, wo tatsächlich Risiken oder Abweichungen bestehen. Das führt zu:
- Ein umfangreicher struktureller Kapazitätseinsatz
- Hohe Umsetzungskosten
- Begrenzte Vorabinformationen
- Ein Aufsichtsprozess, der vor allem reaktiv ausgerichtet ist
In der Praxis zeigt sich, dass ein erheblicher Teil der kontrollierten Wasserläufe in Ordnung ist. Dennoch werden dafür jährlich beträchtliche Zeit und Mittel aufgewendet.
Dadurch wird das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag immer häufiger hinterfragt. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund zunehmenden Kapazitätsdrucks, steigender Kosten und höherer Erwartungen hinsichtlich Effizienz und Transparenz.
Das wirft eine grundlegende Frage auf: Ist es noch vertretbar, alles zu kontrollieren, wenn nur ein Teil tatsächlich Aufmerksamkeit erfordert? Und wie kann man die Aufsicht in Zeiten knapper Kapazitäten und steigender Kosten effektiv, effizient und zukunftssicher gestalten? Moderne Technologien bieten hier neue Möglichkeiten, die Aufsicht intelligenter, gezielter und fundierter zu gestalten.
Von manueller Feldarbeit zu datengestützter Steuerung
Bei der digitalen Inspektion geht es darum, sich vor dem Einsatz vor Ort einen Überblick zu verschaffen. Anstatt alles physisch zu überprüfen, wird zunächst eine Auswahl der Wasserwege getroffen, die möglicherweise gewartet werden müssen. Aktuelle Bilddaten und intelligente Analysen liefern eine fundierte Übersicht, woraufhin nur relevante Standorte zur Inspektion ausgewählt werden.
Das Ergebnis: Die Inspektoren konzentrieren sich auf Abweichungen und Ausnahmen statt auf Routineaufgaben. Alle Feststellungen werden zentral erfasst, wodurch der Prozess transparent und steuerbar wird.
Durch diese Vorgehensweise entsteht eine geschlossene Kette von der Erkennung bis zur Nachverfolgung: von der ersten Begutachtung über die Meldung an den Grundstücksverwalter bis hin zum Abschluss der Instandhaltungsarbeiten. Keine losen Listen, keine verstreuten Informationen, sondern ein übersichtlicher und steuerbarer Begutachtungsprozess.
Einfach
Sofort einsatzbereit, keine besonderen technischen Kenntnisse erforderlich
Schnell
Anhand der Daten weißt du sofort, wo du nachsehen musst.
Flexibel
Führen Sie Inspektionen über Ihren Bildschirm und Ihre mobile App durch.
Überall
Arbeiten Sie in der Cloud, ohne Ihre IT-Systeme zu belasten.
Geringere Kosten, mehr Kontrolle, besser nachvollziehbar
Für eine Wasserbehörde bringt die digitale Inspektion unmittelbaren Nutzen. In offenen Gebieten kann die Anzahl der physischen Kontrollen drastisch reduziert werden. Das bedeutet weniger Einsätze vor Ort und geringere Durchführungskosten. Gleichzeitig entsteht ein besserer Einblick in die Einhaltung von Vorschriften und den Fortschritt. Management und Vorstand verfügen über fundierte Zahlen statt über Annahmen. Zudem verändert sich der Personaleinsatz. Inspektoren widmen ihre Zeit Situationen, in denen ihr Fachwissen wirklich benötigt wird. Die Arbeit wird zielgerichteter und inhaltlicher. Mindestens ebenso wichtig: Der Prozess wird transparenter und besser erklärbar – gegenüber dem Vorstand, gegenüber Partnern und gegenüber Grundstückseigentümern. Die Aufsicht wird nicht nur effizienter, sondern auch nachweislich effektiver.
- Weniger physische Kontrollen: In offenen Gebieten können bis zu 80 % der Wasserläufe von der physischen Inspektion ausgenommen werden
- Gezielter Einsatz von Fachwissen: Inspektoren konzentrieren sich auf Situationen, in denen ihr Wissen wirklich etwas bewirkt
- Mehr Kontrolle und Transparenz: Management und Vorstand verfügen über fundierte Zahlen, nicht über Annahmen
- Schnellere Abwicklung: Von der Feststellung über die Meldung bis hin zur Nachverfolgung läuft alles reibungslos und digital ab
- Zukunftssichere Überwachung: Der Prozess wird skalierbar, reproduzierbar und weniger abhängig von individuellem Fachwissen
Zukunftssicherer Begutachtungsprozess
Die digitale Inspektion ist somit keine technische Neuerung, sondern eine strategische Entscheidung. Weniger Kontrollen um der Kontrolle willen. Mehr Fokus auf Risiko, Compliance und Ergebnis. Genau das, was eine zukunftsfähige Wasserwirtschaft erfordert.
Der digitale Begutachtungsprozess bei WDODelta
Seit Jahren läuft es immer genau gleich ab: Über sechzig Mitarbeiter des Wasserverbands Drents Overijsselse Delta (WDODelta) begeben sich im Herbst ins Gelände, um alle Gräben in ihrem Gebiet auf einen ungehinderten Durchfluss zu überprüfen. Dieser Vorgang wird als „Schouw“ bezeichnet. Dank der Bildschirminspektion sieht diese Inspektion nun ganz anders aus. Erik Pander, Mitarbeiter für Überwachung und Durchsetzung beim Wasserverband Drents Overijsselse Delta, erklärt, wie dies in der Praxis funktioniert.
Möchten Sie selbst einen digitalen Begutachtungsprozess einführen?
Bei IMAGEM wir Wasserverbände bei jedem Schritt des Inspektionsprozesses: von der Erfassung und Analyse von Satellitenbildern bis hin zur Erfassung der Wasserläufe, die instand gesetzt werden müssen.